Gm1951 - Esther vor Ahasver - Gemälde, Religiöse Darstellung - Schraudolph, Johann von (1808-1879) (Kunst u. Kunsthandwerk 19. Jh.)

Sammlung
Kunst u. Kunsthandwerk 19. Jh.
Inventarnummer
Gm1951
Allgemeine Bezeichnung
Gemälde, Religiöse Darstellung
Besitzverhältnis
aus Altbestand
Name des Herstellers
Schraudolph, Johann von (1808-1879)
Schraudolph, Johann von; 13.06.1808 Oberstdorf (Allgäu)-31.05.1879 München
Herstellungsdatum
1871
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Maße
Rahmen: H. 159,0 cm; B. 218,0 cm; T. ? Gemälde: H. 119,5 cm; B. 178,5 cm;
Beschreibung
Das Gemälde zeigt den Bittgang der Esther zu König Ahasver, der im Buch Esther 5, 1-4 geschildert wird. Die Szene spielt in einem Raum, der in assyrischem Stil gestaltet ist. Die Decke wird von Rundsäulen mit Palmblattkapitellen getragen, die Wände sind mit szenischen Darstellungen bemalt. Ahasver, angetan mit reichen, goldbestickten Gewändern, Krone und Szepter in der linken Hand, sitzt am rechten Bildrand auf seinem Thron. Der Thron steht auf einem dreistufigen Podest vor einer Wandnische, die von zwei Säulen mit geflügelten Löwen flankiert wird. Die Rückenfigur eines Dieners mit Schwert und Schild schließt das Bild nach rechts ab. Der mit einem roten Kleid und blauem Mantel bekleidete Hofbedienstete vermittelt mit seiner Körperhaltung und Gestik zwischen dem König und der am Fuße des Throns stehenden Esther. Esther mit beigefarbenen, reich bestickten Gewändern angetan, verharrt in demutsvoller Haltung mit geneigtem Kopf und ausgestrecktem Arm vor dem Thron. Eine der sie begleitenden Dienerinnen hält ihre Schleppe hoch, die andere stützt die der Ohnmacht nahe Ester. Im Hintergrund hat sich eine Gruppe von Hofbediensteten und Soldaten versammelt. Zu dem Gemälde, das mit dem wuchtigen, aus historisierenden Renaissance- und Barockformen zusammengesetzten, vergoldeten Originalrahmen gerahmt ist, gehört ein eigenständiges Schreiben Schraudolphs, in dem er die Bibelstelle Esther 5, 1-4 referiert.
Provenienz
Erworben 1992 aus Privatbesitz
Provenienz
Literatur
Holland, Hyacinth: Johann von Schraudolph. In: ADB 32, Leipzig 1891, S. 453--460.
Boetticher, F. von: Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Bd. II, Dresden 1891-1901, S. 650, Nr. 14.
Festgabe des Vereins für Christliche Kunst in München, München 1910, S. 55.
Schönenberg, Marianne: Die Ausmalung des Speyerer Doms (1846-1853/1862) durch Johann Baptist Schraudolph und seine Gehilfen. Köln 1983, S. 39f.
Franke, Jutta: Schraudolph, Johann von. In: Bosls Bayerische Biographie, Regensburg 1983.
Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums. Nürnberg 1993, S. 361, Abb. 25, S. 361--362.
Monatsanzeiger des Germanischen Nationalmuseums. Nürnberg Mai 1993, Nr. 146, S. 1175--1176.
Lebendiges Rheinland-Pfalz. Zeitschrift für Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur 36, 1999, H. 3.
Schraudolph, Johann von. In: AKL Online, Dok-ID: _00164445 (16.06.2011).
Konservatorische Bedingungen
19-23 °C50% / +-5 rFmax. 350 lxgerahmtVitrine, abschliessbarKlimavitrine, abschliessbarAlarmsicherung der RäumeAlarmsicherung der VitrineAufsicht während der ÖffnungszeitenWache während der Schliesszeitenmax. 3.5 mW/m²
Restaurierungswerkstatt
Gemälde und Skulptur
Bearbeiter (Restaurierung)
Martin Tischler
Status
erledigt
Anmerkungen
2017 für die Ausstellung "Licht und Leinwand" restauriert. Oberfläche des Gemäldes sehr empfindlich! Gemälde und Rahmen ausstellungsfähig.
Klima Aktiv
--
Klima Passiv
Raumklima
Schadstofffilterung
nein
Alarm
Raumsicherung
Montage
Track & Slide - Hängesystem
Standort
Depot 19. Jh., Wand 110 L
Transport durchs Haus zur Ausstellung
Restaurator /ATD / Kunsttransportfirma
Zustandsbeschreibung
Schmuckrahmen: Ausbruchstellen an der oberen, unteren und rechten Seite des Rahmens mit Ausbrüchen an den mittleren Schmuckrosetten. Kleinere Ausbrüche der Farb- und Grundierungsschicht am gesamten Rahmen. Schlagmetall teilweise überbronziert (Schlagmetall auf gelben und roten Bolus). Besonders die Eckbereiche sind von Fliegen stark verschmutzt. Zur Bildmitte hin leicht geöffnete Gehrungsfugen. Gemälde: leichte Beulen in den Bildecken (schlechte Bildspannung). Größere Druckstelle von hinten: sichtbar durch leichte Beulung sowie Craquellée-Bildung (in dunkler Tür über der weiß gewandeten Frau). Durch Kratzer von hinten verursachte leicht aufstehende Craquelée-Bildung. Kleinere Kratzer in Firnis bzw. Malschicht. Viele kleine Ausbrüche in der Malschicht (Grundierung wird sichtbar). Ausbrüche der gesamten Malschicht an einigen Stellen im unteren Bildbereich (Leinwand wird sichtbar). Beulen am unteren Rand des Gemäldes, verursacht durch hinter den Keilrahmen gefallene Teile! Partielle Verschmutzung durch Fliegenschmutz. Keine (sichtbaren) alten Retuschen. Firnis vergilbt und leicht verschmutzt. (Februar 1992)