Beschreibung
Die Statue zeigt Alexander von Humboldt auf einer seiner Expeditionen, auf einem Felsen stehend, mit Stiefeln und Kapuzenmantel, in der Hand ein Deklinatorium zur Messung des Erdmagnetfeldes. Ein solches Instrument begleitete ihn auf seiner Amerikareise 1799-1804.
Die Figur wirkt durch den Mantel, die fest auf dem Boden stehenden Beine und die vor dem Körper verschränkten Hände in sich ruhend und geschlossen. Sie charakterisiert den Naturforscher als ernsthaften, konzentrierten Beobachter, Wissenschaftler und erfahrenen Weltreisenden.
Der italienische Bildhauer Filippo Biganzoli schuf die Skulptur Humboldts und eine Skulptur Alessandro Manzonis für die Weltausstellung in Philadelphia 1876 (Centennial International Exhibition). Es war die erste Weltausstellung auf amerikanischem Boden zum 100. Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung. Humboldts Beitrag zur Erforschung Amerikas war hier ebenfalls Thema. 1804 hatte Humboldt selbst Philadelphia besucht. 1871 wurde ihm dort ein Denkmal gewidmet, konzipiert von Friedrich Drake.
Literatur
United States Centennial Commission. International Exhibition 1876. Offcial Catalogue. Part II, Art
Gallery, Annexes, and Outdoor Works of Art, Dep. IV. - Art., 2. Auf. Philadelphia 1876, S. 118.