Material und Technik
Buchenholz, Metall, Hanfschnüre, Karton
Beschreibung
Funktionsmodell eines Schaftwebstuhls mit Schafteinrichtung und Jacquardsteuerung unter Glassturz, mit Borte, in die das bayerische Wappen eingewebt ist.
Der Webstuhl ermöglicht die Steuerung einer Grundbindung (Schäfte) und einer Musterbildung (Jacquardaufsatz). Hauptanwendungszeit war das 19. Jahrhundert, nachdem die Lochkartentechnik aufgekommen war. (Hinweise: Evelyn Schweynoch, Deutsches Damast- und Frottiermuseum, Großschönau).
Ins Inventar wurde das Modell als "Modell eines Jacquardwebstuhles" aufgenommen. Schenker war der Wiener Unternehmer Emil Thieben (vgl. LGA4216 Shawlmusterbuch).
Literatur
Jahresbericht des Bayerischen Gewerbemuseums zu Nürnberg, 1876, S. 4.
Textilkunde. Ein Hand- und Nachschlagebuch für die Praxis und für alle Zweige des Textilfaches. Hrsg. von Anton Jaumann. Nordhausen 1938.
Adelheid Rasche: Luxus in Seide. Mode des 18. Jh.s. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg 2018, Kat. 76, Abb. 76.
Leben und Arbeiten im Industriezeitalter. Eine Ausstellung zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte Bayerns seit 1850. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum und Centrum Industriekultur der Stadt Nürnberg. Hrsg. von Gerhard Bott. Stuttgart 1985, Kat. 8/3/8
Leibniz und die Leichtigkeit des Denkens. Historische Modelle: Kunstwerke, Medien, Visionen. Hrsg. von Frank Matthias Kammel. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg. Nürnberg 2016, Kat. 42