MIR1211 - Vogelorgel (Serinette) - Serinette (Musikinstrumente)

Sammlung
Musikinstrumente
Inventarnummer
MIR1211
Allgemeine Bezeichnung
Serinette
Besitzverhältnis
aus Altbestand
Herstellungsdatum
um 1840
Herstellungsort
Mirecourt / Vogesen / Frankreich
Material und Technik
Weißblech, bunt bemalt, Räderwerk: Eisen, Messing, Eisen- und Kupferdraht
Maße
Gehäuse H. 35,5 cm, B. 32 cm, T. 16,7 cm, Walze Dm. 7 cm
Beschreibung
Vogelorgel zum Anlernen kleiner Singvögel (frz. serin = Zeisig). Durch eine Handkurbel werden zwei keilförmige Schöpfbälge betätigt, die den darüberliegenden Magazinbalg füllen. Dieser gibt seinen Wind an Holzpfeifen ab. Die Holzpfeifen sind aus Kiefer gefertigt (Seiten- und Bodenbretter, Spund und Fuß), Deckel, Vorschlag und Kern aus Mahagoni. Aufstellung nicht diatonisch, die Gründe hierfür sind nicht einsichtig.
Das Gehäuse der Serinette ist neugotisch dekoriert und mit einem zweiteiligen Prospektfeld versehen, in dem je drei goldverzierte Prinzipalpfeifchen stehen; der Hintergrund ist mit rot gefärbtem Papier kaschiert, das den Klangaustritt begünstigt. Prospektgestaltung an englischen Salonorgeln orientiert, was mit der Programmfolge auf einem handschriftlichen Zettel im Deckel korrespondiert: 1. Calder Faiß (Cal der Faust?); 2. London Waltz; 3. Prince Kinksoff (?); 4. The Alexander; 5. Mr. M Lied; 6. Copenhagen Waltz; 7. Miß Gayton; 8. Ad Wellington.
Programmträger ist eine mit Papier überzogene Holzwalze von 7 cm Durchmesser; das Papier enthält die Melodienotate für die Messingstifte und -klammern. Die Walze ist mit acht Stücken besetzt, die durch verschieben der Walze abgerufen werden können. Die Walze sitzt mit ihrer Halterung auf einem L-förmigen Holzschlitten. Eine zweite Walze liegt lose bei; Maße identisch L 22 cm; Dm 7 cm. Die zweite Walze ist auf der Stirnseite mit Bleistift "2" signiert, links ist ein längliches Papieretikett aufgeleimt mit Aufdruck: "F. G. Dumont, facteur d’orgues et de // serinettes à Mirecourt, No 36, // département des Vosges."
Provenienz
Sammlung Rück
Provenienz
Klassifikation
Vogelorgel
bird organ
122.2
Zupf-Idiophone Mit ausgeschnittenen Zungen: Spieldosen
Zupf-Idiophone In Brett- oder Kammform
Zupf-Idiophone
Idiophone
Literatur
Wege in die Moderne. Weltausstellungen, Medien und Musik im 19. Jahrhundert. Hrsg. von Jutta Zander-Seidel, Roland Prügel. Ausst.Kat. GNM 2014. Nürnberg 2014, Kat.Nr. 517.
Konservatorische Bedingungen
19-23 °C50% / +-5 rF50 lxgerahmtVitrine, abschliessbarKlimavitrine, abschliessbarAlarmsicherung der RäumeAlarmsicherung der VitrineAufsicht während der ÖffnungszeitenWache während der Schliesszeiten< 0.5 mW/m²
Restaurierungswerkstatt
Musikinstrumente
Bearbeiter (Restaurierung)
Georg Ott
Luise Richter
Status
erledigt
Anmerkungen
Vitrine