Gm1957 - Angoraziege und -ziegenbock - Gemälde, Tierdarstellung - Hackert, Jakob Philipp (1737-1807) (Kunst u. Kunsthandwerk 19. Jh.)

Sammlung
Kunst u. Kunsthandwerk 19. Jh.
Inventarnummer
Gm1957
Allgemeine Bezeichnung
Gemälde, Tierdarstellung
Besitzverhältnis
Leihgabe
Vorbesitzer/Leihgeber
Stiftung zur Förderung Alter Kunst, Vaduz##***##Dr. Michael Grünwald
Name des Herstellers
Hackert, Jakob Philipp (1737-1807)
Hackert, Jakob Philipp; 15.09.1737 Prenzlau-28.04.1807 San Pietro di Careggio (Florenz)
Herstellungsdatum
1796
Material und Technik
Öl auf Holz
Maße
Rahmen: H. 35,5 cm; B. 42,7 cm; T. 5,0 cm; Gemälde: H. 27,5 cm; B. 35,8 cm;
Abänderungsanmerkung Maße
ohne Rahmen: H.: 27,5 B.: 35,8 cm
mit Rahmen: H.: 35,5 B.: 42,7 T.: 5,0 cm
Beschreibung
Von einer intensiven bildnerischen Beschäftigung mit den einzelnen Motiven seiner meist sehr detailreichen Landschaftsansichten spricht die Ölstudie des Angora-Ziegenpaares, die Hackert 1796 in Caserte schuf. Er kontrastiert die Statur von Ziege und Ziegenbock, registriert die schraubig gedrehten Formen ihrer Hörner, die zottelige Flauschigkeit ihres Felles. Den für die Tiere typischen Lebensraum deutet er durch den felsigen Hintergrund an. Das Ziegenpärchen beobachtete Hackert vielleicht in dem ausgedehnten englischen Landschaftspark von Caserte, der sich ihm in seiner Neapler Zeit als Terrain für Naturstudien anbot.
Provenienz
Seit 1992 als Leihgabe aus Privatbesitz
Provenienz
Vitrinentext
1Deutsch2002 von Ursula PetersEntsprechend dem aufgeklärten Geist jener Epoche wurden Malerei und Zeichenkunst dem alles erfassenden Verstand zugeordnet und den Wissenschaften gleichgesetzt. Mit einer "wissenschaftlich" differenzierenden Betrachtungsweise setzte sich Hackert nicht nur in seiner Malerei, sondern auch in seinen theoretischen Schriften auseinander. In seiner Abhandlung "Über Landschaftsmalerei" forderte er, daß Bäume so dargestellt sein sollen, "daß ein jeder Botanikus den Baum sogleich erkenne", daß die mineralogische Beschaffenheit von Felsen und Steinen präzise unterschieden werde, Figuren und Tiere eindeutig zu charakterisieren seien. Von Hackerts intensiver Auseinandersetzung mit den einzelnen Motiven seiner meist sehr detailreichen Landschaftsansichten spricht die Ölstudie eines Angora-Ziegenpaares.
Literatur
Jakob Philipp Hackert: Über Landschaftsmalerei (Theoretische Fragmente). In: Beutler, Ernst (Hrsg.): Johann Wolfgang Goethe: Gedenkausgabe der Werke, Briefe und Gespräche. Zürich/Stuttgart 1965, S. 616.
Noack, Friedrich: Deutsches Leben in Rom 1700-1900. Stuttgart/Berlin 1907, S. 103, S. 116.
Peters, Ursula : Jakob Philipp Hackert, "Caprone e Caprona d'Angora". In: Monatzanzeiger GNM 1993, S. 339--342, Abb. S. 340.
Nordhoff, Claudia/Reimer, Hans: Jakob Philipp Hackert. Verzeichnis seiner Werke. Berlin 1994, Bd. 1, S. 176, Abb. 132, Bd. 2, S. 126, Kat. Nr. 263.
Hackert, Jakob Philipp. In: AKL Online, Dok-ID: _00066652 (11.07.2011).
Standort
12 Südwestbau, 3.OG, Sammlung (12.4.01)
Konservatorische Bedingungen
19-23 °C50% / +-5 rFmax. 350 lxgerahmtVitrine, abschliessbarKlimavitrine, abschliessbarAlarmsicherung der RäumeAlarmsicherung der VitrineAufsicht während der ÖffnungszeitenWache während der Schliesszeitenmax. 3.5 mW/m²
Restaurierungswerkstatt
Gemälde und Skulptur
Bearbeiter (Restaurierung)
Martin Tischler
Status
erledigt
Anmerkungen
Revision 2016 für Grünwald: Bild leicht pflegebedürftig. Rahmen ok. Gemälde und Rahmen ausstellungsfähig.
Bei Vitrinen-Hängung Ringschraube beibehalten, sonst T&S.
Klima Aktiv
--
Klima Passiv
Raumklima
Schadstofffilterung
nein
Alarm
Raumsicherung / Vitrine
Montage
jetzt: Ringschraube, evtl. Track & Slide - Hängesystem
Standort
Sammlung 19. Jh., Vitrine / Tiefdepot
Transport durchs Haus zur Ausstellung
Restaurator / ATD / Kunsttransportfirma
Zustandsbeschreibung
Malschicht: Bildmitte unten: wohl durch Schmuckrahmen verpresste pastose Farbschicht mit weißlichen Firnisresten (?); oben links: kleine matte, runde Tropfenspur, dünne Kratzer in der Farbschicht: unten links, oben links, unter dem Bauch des Bockes, vorn vor der Schnauze des Bockes; Kratzer in der Firnisschicht: unter dem Bauch des Schafes, an den Hörnern des Bockes (Farbe leicht mit angegriffen); matte Firnisstellen: Gemäldemitte oben, Randbereich, Kratzer, verpresste Farbstelle; keine sichtbaren Retuschen.
Objekt in Ausstellung
Ja
Präsentationsmaße
Typ
Gemälde mit Rahmen
Messwerte
H.: 35,5 B.: 42,7 T.: 5,0
Messeinheit
cm
Präsentationsform
Wand / Vitrine
IKK-Präsentationsform
Wandhängung / hängen, legen
Gruppennummer
13.5 Gemälde Natur
Objekte der Gruppe
Änderungsdatum
16.11.2023
14.12.2023