Beschreibung
Im Bildmittelgrund türmt sich eine aus mächtigen Blöcken aufgebaute, steil abfallende Felswand auf, von der in dünnen Strahlen ein Wasserfall herabfällt. Die Felsen lassen den Blick auf einen wolkenverhangenen Himmel frei, fahlgraue Reste des Gewitterhimmels stauen sich an dem in der Felsenschlucht sichtbaren Horizont. Im Vordergrund läuft ein schmaler Paßweg auf die Felswand zu. Dort hat sich ein Mönch neben einem Felsblock zur Rast niedergelassen, ein zweiter steht, einen Wanderstab in der Linken, daneben. Ein weiterer Mönch kommt den Weg zwischen den Felsformationen hoch. Die Szene wird von einem warmen, gelben Licht überspielt, wie man es nach heftigen Gewittern beobachten kann, wenn die Sonne aus den Wolken bricht. Die Farben besitzen eine intensive Leuchtkraft, lichtes Ockergelb steht neben kräftigem Rotbraun. Die Nach-Gewitter-Stimmung wird unterstrichen von dem zwischen den abziehenden Wolken durchscheinenden hellen Blau des Himmels.
Literatur
Boetticher, Friedrich von: Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Bd. 2, Leipzig 1941 (Nachdruck), S. 561, Nr. 7.
Wirth, Irmgard: Berliner Malerei im 19. Jahrhundert. Berlin 1990, S. 370ff., Taf. 29.
Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums. Nürnberg 1994.
Mayer, Bernd: Mönche im Gebirge. Ein Gemälde von Charles Houget. In: Monatsanzeiger des Germanischen Nationalmuseums. Nürnberg April 1994, Nr. 157, S. 8--9.
Hoguet, Charles. In: AKL Online, Dok-ID: _00142890 (16.06.2011).