Material und Technik
Öl auf Papier, auf Leinwand aufgezogen
Abänderungsanmerkung Maße
mit Rahmen: H.: 29,5 B.: 38,0 T.: 6,5 cm
ohne Rahmen: H.: 23,5 B.: 31,8 cm
Beschreibung
Laubbäume in einer Parklandschaft. Es werden mehrere Bildebenen durch die Gruppierung der Bäume angedeutet, so rechts vorne ein bizzar nach links gebogener Baum, im Mittelgrund vier hohe Laubbäume sowie im Hintergrund ein dichter Laubwald, doch fehlt der Endruck einer lokalisierbaren Gegebenheit. Da der Himmel, bzw. die Folie des Hintergrundes, in einem gleichmäßigen pastosen Rosa gemalt ist, lediglich links in der Ferne mit einem verwischten Pinselstrich ein verblauter Höhenzug angedeutet wird, entsteht der Eindruck einer Vorstudie für ein größeres Gemälde. Da es sich jedoch um keine bloße Skizze handelt, zeigen Vergleiche mit anderen Gemälden aus Dillis Werk. So beweist der "Blick in den Hirschgarten" und die "Praterinsel" den Eigenwert, den der Maler solchen Baumstudien ohne weitere Staffage zumaßen. Die Malweise jedes Mal ähnlich: breitpinselig, zügig gemalte Wiesengründe, während die Baumkronen sich aus zart hingesetzten Pinseltupfern zusammensetzen. Dillis unmittelbare Naturwiedergabe ist insofern keine Novität, als auch seine Lehrer, Dorner der Ältere uns Wagenbauer, schon mit dem Ölmalgerät in die Natur gegangen waren, aber Flüssigkeit und impressionistischer Ausdruck unterscheiden ihn wesentlich von jenen.
Literatur
Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, 1966, S. 163; 172, Anm. 81.
Dillis, Georg von. In: AKL Online, Dok-ID: _10189529 (16.06.2011).