Gm1559 - Landschaft mit Bäumen - Gemälde, Landschaft - Dillis, Georg von (1759-1841) (Kunst u. Kunsthandwerk 19. Jh.)

Sammlung
Kunst u. Kunsthandwerk 19. Jh.
Inventarnummer
Gm1559
Allgemeine Bezeichnung
Gemälde, Landschaft
Besitzverhältnis
aus Altbestand
Name des Herstellers
Dillis, Georg von (1759-1841)
Dillis, Georg von; 26.12.1759 Gmain-28.09.1841 München
Herstellungsdatum
nicht bekannt
Material und Technik
Öl auf Papier, auf Leinwand aufgezogen
Maße
Rahmen: H.29,5 cm, B. 38,0 cm; T. 4,5 cm; Gemälde: H. 23,5 cm; B. 31,8 cm;
Abänderungsanmerkung Maße
mit Rahmen: H.: 29,5 B.: 38,0 T.: 6,5 cm
ohne Rahmen: H.: 23,5 B.: 31,8 cm
Beschreibung
Laubbäume in einer Parklandschaft. Es werden mehrere Bildebenen durch die Gruppierung der Bäume angedeutet, so rechts vorne ein bizzar nach links gebogener Baum, im Mittelgrund vier hohe Laubbäume sowie im Hintergrund ein dichter Laubwald, doch fehlt der Endruck einer lokalisierbaren Gegebenheit. Da der Himmel, bzw. die Folie des Hintergrundes, in einem gleichmäßigen pastosen Rosa gemalt ist, lediglich links in der Ferne mit einem verwischten Pinselstrich ein verblauter Höhenzug angedeutet wird, entsteht der Eindruck einer Vorstudie für ein größeres Gemälde. Da es sich jedoch um keine bloße Skizze handelt, zeigen Vergleiche mit anderen Gemälden aus Dillis Werk. So beweist der "Blick in den Hirschgarten" und die "Praterinsel" den Eigenwert, den der Maler solchen Baumstudien ohne weitere Staffage zumaßen. Die Malweise jedes Mal ähnlich: breitpinselig, zügig gemalte Wiesengründe, während die Baumkronen sich aus zart hingesetzten Pinseltupfern zusammensetzen. Dillis unmittelbare Naturwiedergabe ist insofern keine Novität, als auch seine Lehrer, Dorner der Ältere uns Wagenbauer, schon mit dem Ölmalgerät in die Natur gegangen waren, aber Flüssigkeit und impressionistischer Ausdruck unterscheiden ihn wesentlich von jenen.
Provenienz
Erworben 1953 aus Privatbesitz
Provenienz
Vitrinentext
1Deutsch2002 von Ursula PetersEine wichtige Inspirationsquelle auf dem Weg zu einer wirklichkeitsorientierten Landschaftsauffassung wurde für viele Künstler die niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts. So auch für Dillis, der als einer der frühesten Vertreter des aus dem Rokoko sich wieder neu entwickelnden Naturalismus gilt. Seine lockere Pinselführung verleiht seinen Landschaftsstudien eine spontane Wirkung, wie auch der ausgestellten Arbeit, in der wie in zahlreichen anderen Studien dem Baummotiv das besondere Interesse gilt. Dillis propagierte die Natur als die einzige Lehrmeisterin des Künstlers. Vor 1800 bezeichnete er seine Landschaften häufig mit "nach der Natur gezeichnet". Dieser Vermerk sollte darauf hinweisen, daß nicht nach einer akademischen Mustervorlage gearbeitet worden war und dem Betrachter Authentizität garantieren.
Literatur
Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, 1966, S. 163; 172, Anm. 81.
Dillis, Georg von. In: AKL Online, Dok-ID: _10189529 (16.06.2011).
Standort
12 Südwestbau, 3.OG, Sammlung (12.4.01)
Konservatorische Bedingungen
19-23 °C50% / +-5 rFmax. 200 lxgerahmtVitrine, abschliessbarKlimavitrine, abschliessbarAlarmsicherung der RäumeAlarmsicherung der VitrineAufsicht während der ÖffnungszeitenWache während der Schliesszeitenmax. 2.0 mW/m²
Restaurierungswerkstatt
Gemälde und Skulptur
Bearbeiter (Restaurierung)
Martin Tischler
Status
erledigt
Anmerkungen
Gemälde und Rahmen ausstellungsfähig.
Klima Aktiv
--
Klima Passiv
Raumklima
Schadstofffilterung
nein
Alarm
Raumsicherung
Montage
jetzt: Ringschraube u. GNM-Haken, dann Track & Slide - Hängesystem
Standort
Sammlung 19. Jh., Vitrine / Tiefdepot
Transport durchs Haus zur Ausstellung
Restaurator / ATD / Kunsttransportfirma
Objekt in Ausstellung
Ja
Präsentationsmaße
Typ
Gemälde mit Rahmen
Messwerte
H.: 29,5 B.: 38,0 T.: 6,5
Messeinheit
cm
Präsentationsform
Wand, Vitrine
IKK-Präsentationsform
Wandhängung, Hängung
Gruppennummer
13.5 Gemälde Natur
Objekte der Gruppe
Änderungsdatum
14.12.2023